Netzkultur

23. April 2009

 Netzkultur

= Internetkultur

= Kultur des Internets

Dieser Blogeintrag widmet sich ganz der Netzkultur.

Dazu ein kurzer Ausschnitt aus dem Wikipedia-Artikel „Netzkultur„:

Netzkultur oder aucnetzh Internetkultur ist die Kultur des Internets.

 

 

 

 

 

Bei der Internetkultur handelt es sich um eine weltweite Subkultur im soziologischen Sinne; sie konnte erst im Zusammenhang mit dem Internet entstehen … Techniken und Möglichkeiten von Web 2.0-Anwendungen haben zur Weiterentwicklung der Netzkultur beigetragen …  stärkere Vermischung des Real Life mit der Netzkultur wird in der Zukunft erwartet

Ist den die Netzkultur wirklich eine Kultur?! – Ja!

Zur Erklärung zuerst eine Kurzzusammenfassung der Definiton Kultur aus dem Blogartikel „Was ist überhaupt Kultur“:

Kultur ist:

  • die Gesamtheit von geistige, künstlerische, gestaltende Leistungen
  • von einer bestimmten Gemeinschaft geschaffen
  • auf einem bestimmten Gebiet
  • während einer bestimmten Epoche

Nun Netzkultur ist die Gesamtheit von geistige, künstlerische, gestaltende Leistungen – denn das Internet ist eine geistige Leistung, zudem braucht es neben geistigen auch gestalterisch und künstlerische Fähigkeiten zum eine Website zu programmieren und kreieren.

Weiter wurde das Internet wie es heute ist, von einer Gemeinschaft/Gesellschaft geschaffen. Damit meine ich nicht erfunden, sondern eher das mitmachen zum Beispiel in Communities oder Emailen.

Das Internet ist ein bestimmtes Gebiet … technisch und virtuell.

Während einer bestimmten Epoche: heute, also im Informationszeitalter, Computerzeitalter, wie man es immer nennen möchte.

Zudem hat die Netzkultur auch ihre eigene Kommunikationskultur, mit do’s and dont’s – in diesem Bereich spielen dann die Netiquettes ein Rolle. Weiter besteht auch ein Netzjargon. Weiter Informationen dazu unter Denkfabriq: Internet – Netzkultur – Cybergesellschaft.

Dieser spannender Artikel der Denqfabrik, den ich auch als Zusammenfassung bei meinem Referat verteilt habe, bezieht sich vor allem auf den Wikipedia-Artikel Netzkultur und setzt sich mit diesem kritisch ausseinander – lesenswert!

Netzkultur und andere IGEP-Blogs 

Neben dem Blog führen, gehört auch eine Lektion halten zum Leistungsnachweis im Modul IGEP. Während den Referaten meine Mitstudenten bekam ich immer wieder Inputs zum Thema Netzkultur. D.h. viele der Themen haben eine Verbindung zu meinem. Aus zeitlichen Gründen, hier nur 2 Beispiele:

Damit eine Kultur entsteht oder entwickelt wird, braucht es eine Leistung einer Gemeinschaft auf einem bestimmten Gebiet während einer Epoche. Yvonne hat in Ihrem Blog das Thema: „Net Generation, Digital Natives, Xers und Millenials“ bearbeitet. Diese „Internetmenschen“, die Sie beschreibt, sind die Gemeinschaft, die eine Leistung erbringen, d.h. die das Netz zu dem gemacht haben ,was es heute ist … oder zumindest mitgeholfen oder beigetragen haben. Dieses Thema passt zu meinem letzten Blogeintrag „Internet und Gesellschaft“ und zeigt weiter auf, wie stark unsere Gesellschaft mit dem Internet schon verbunden ist. Die Netgeneration (die Generation ab 1977-1997) kennt die Welt beispielsweise nur noch mit Internet. 

Felix hat sich mit Web-Plagiarismus auseinandergesetzt, im Internet ist es sehr einfach zum Beispiel zu kopieren, wo anders einzufügen ohne eine Quellenangabe zu machen und den Text als sein eigenes Werk weiter zu geben. Das Urheberrecht ist auch ein Thema bei Netiquettes für Blogs, EMails, Foren (Blogeintrag: Sind Internetbenutzer kultiviert).

Gesellschaft und Internet

15. April 2009

Das Internet in unserer Kultur/Gesellschaft

Nun ist das Internet schuld am Kulturverlust? Haben wir überhaupt einen Kulturverlust?
Diese 2 Fragen habe ich bereits im Blockeintrag Kulturverlust gestellt.
Vor diesen Fragen müsste man sich eigentlich fragen, in wie weit ist das Internet in unserer Kultur resp. Gesellschaft überhaupt verankert?  Und was für Kommunikationsformen werden genutzt?

Zu diesen beiden Fragen habe ich Studien zum Thema Mediennutzung gesucht:

2004: Prognose der Mediennutzungszeiten prognose-mediennutzungszeiten3

Aus der Grafik kann man herauslesen, dass die Mediennutzung allgemein zunimmt. Das Internet nimmt im Prinzip keine Zeit weg von Tonträger, Radio, TV oder Printmedien weg. Pro Tag nutzen wir 9:58 Stunden Medien, davon etwa 113 Minuten das Internet am Tag. Hinweis: bei der Grafik handelt es sich um eine Hochrechnung!

[Datenquelle: Berg/Ridder (2002); Klingler/Müller (2004), S. 412; SevenOne Media GmbH (2004), S. 11; Eigene Berechnungen von Rüdiger Buchkremer, Dozent an der HTW Chur]

 

 

2006: 70 Prozent der Schweizer surfen im World Wide Web

(Tagesschau, 31. März 2006)  Laut „Report“ heisst dass 4,059 Millionen Menschen angegeben haben, vom April 2005 bis September 2005 mindestens einmal im World Wide Web gesurft zu sein.

  • Zu Hause wird mehr gesurft als am Arbeitsplatz
    Erstmals wurde auch ein leichter Rückgang der Internet-Nutzung am Arbeits- oder Ausbildungsplatz festgestellt, während die Nutzung zuhause weiter zugenommen hat. Demnach wird das Internet von 64 Prozent von zu Hause aus genutzt und von 46 Prozent am Arbeits- oder Ausbildungsort.
  • Die beliebtesten Funktionen des Internets
    Am meisten genutzt wird das Internet für E-Mails sowie zum Benutzen von Suchmaschinen.
    Am stärksten zugenommen haben in den vergangenen drei Jahren das Abrufen von Stellenangeboten im Netz sowie Online-Games mit Zuwachsraten von je fast einem Drittel. Um einen Viertel zugenommen haben Fahrplanauskünfte sowie die Nutzung von Suchmaschinen.

 

2008: Web 2.0 kannibalisiert die E-Mail

(FAZ, 02. August 2008)

 Nun bestätigt die ARD-ZDF-Online-Studie, dass Jugendliche immer weniger E-Mails senden, weil sie ihre Kommunikation in Online-Communitys verlagert haben.

 In dem Bericht gibt es auch wenig Schmeichelhaftes über die Blogs. Interessant, aber wenig glaubwürdig, statt dessen reichlich überschätzt und keine Konkurrenz zum Journalismus lautet das Umfrageergebnis kurz zusammengefasst. (Seite 360). Ansonsten steigt die Studie, dass die Deutschen eher passive Web 2.0 Nutzer sind, selten selber Beiträge verfassen oder gar ein eigenes Blog schreiben. 29 Prozent sind in einer Community aktiv, davon 15 Prozent in einem Netzwerk, 7 Prozent in zwei Netzwerken, 2 Prozent in 3 Netzwerken und 2 Prozent sogar in 6 oder mehr Netzwerken.
 

2009: 3 von 5 Internetnutzern sind in sozialen Netzwerken aktiv

Trotz der Milliarden Klicks, die in Studi VZ, Schüler VZ oder Wer-kennt-wen auf die Kommunikation entfallen, verbringen die Menschen mehr Zeit mit E-Mails als mit der Kommunikation in sozialen Netzwerken, hat die Studie ergeben.

Nutzung der Kommunikationsformen E-Mail, soziale Netzwerke und Instant Messagingmediennutzung3:

Während nahezu jeder Internet-Nutzer über eine E-Mail Adresse verfügt, habe die Befragung gezeigt, dass lediglich 58 Prozent in sozialen Netzwerken aktiv sind. „Soziale Netzwerke und Instant Messenging sind Teenager-Phänomene“, sagt Oetjen. Die Schallgrenze liege bei 25 Jahren; danach lasse die Nutzung von Studi VZ und Co. nach. „Mit dem Eintritt ins Berufs- und Familienleben wird die schnelle, flache Kommunikation mit Bekannten unwichtig und längere Nachrichten an den Lebenspartner, an feste Freunde, Behörden und Internet-Shops erhalten eine größere Bedeutung. Dafür eignen sich soziale Netzwerke und Spontannachrichten nicht“, sagt Oetjen.  

 

Weitere Zahlen zu allgemeiner Mediennutzung in Deutschland:

 

 

Aussagen von 2 Internet-Junkies:

 

Timi Stoop-Alcala (Internet-Junkie):

„Ich habe Spass daran, meine Zeit im Internet zu verbringen. Von E-Mailen und Recherchieren bis hin zum Spielen oder einfach nur Googeln. Ich hänge gerne in dieser virtuellen Welt ab. Oft vermisse ich sie und in den vergangenen Jahren konnte ich mich nur selten von ihr lösen. Das erst, was ich morgens mache, ist online zu gehen. Das letzte was ich vor’m Ins-Bett-Gehen mache, ist offline zu gehen. Ich habe meine Internet-Zeit allerdings niemals genauer analysiert.“ ( Aus Zero Comments: Seite 169)

Im Grunde bin ich immer online. Zuhause während der Fernseher läuft oder wenn ich am Koche bin […] Ob ich studieren oder im Urlaub bin, Zeit im Internet zu verbringen, ist für mich lebenswichtig […]geradezu „verloren“ und von der Welt abgeschnitten fühlen würde. Unruhe und Panik wäre die richtige Beschreibung. Aber auch Ungeduld und die Neugier, wer in der Zwischenzeit versucht hat, mich zu kontaktieren. ( Aus Zero Comments: Seite 169f)

Joi Ito (japanisch-amerikanischer Risikokapitalist und Internet-Guru):

Während er ständig zwischen Schrieben, Bloggen, Spielen (unter anderem World of Warcraft) und Sprechen hin- und herschaltet, ist Ito auf der Suche nach Möglichkeiten, seine „Maschinenzeit“ weiter zu optimieren: „Wenn ich in Betracht ziehe, wie viel ungenutzte Zeit ich an meinem Telefon verbringe, glaube ich, dass ich immer noch relativ regelmässig bloggen könnte. Ausserdem wünschte ich mir, dass es bessere Möglichkeiten zum Lesen und schreiben gäbe, wenn ich unterwegs bin und der Computer keine Verbindung hat. “ (Aus Zero Comments: Seite 176)

 

Mein Fazit

Ich hoffe, ich werde nicht so enden wie Timi Stoop-Alcala oder Joi Ito! Denn ich geniesse es, in den Ferien, nur einmal wöchentlich oder so meine Mails checken zu müssen. Zudem denke ich, dass man dann den einzelnen Dingen nicht genug Aufmerksamkeit schenkt – vielleicht bin ich aber auch zu wenig Multi-Tasking. Laut der Prognose von 2004 verwenden wir heute 2009/2010 9 Stunden und 48 Minuten pro Tag mit Mediennutzung, davon:

  • 55 min mit Printmedien
  • 208 min mit fernsehen
  • 198 min mit Radio
  • 24 min mit Tonträgern
  • 113 min mit Internet

Das ist eine allgemein Berechnung, bei mir wäre der Anteil bei Internet während der Schule einiges höher wie zum Beispiel jetzt, wenn ich am bloggen bin. Ich möchte eigentlich gar nicht wissen, wie lange ich täglich vor dem Computer sitze.

Ist das Internet nun in unserer Gesellschaft verankert?

Ich denke, nicht in jeder Alterschicht ist das Internet gleich verankert:

  •  Jugendliche verbringen sehr viel Zeit mit chatten, sozialen Netzwerken und surfen, sie wachsen im Prinzip mit dem Internet auf und kommen schon in der Schule mit dem Internet in Kontakt.
  • Bei nicht mehr ganz jungen Menschen, die nicht direkt mit dem Internet aufgewachsen sind, nehme ich an, dass der Bezug zum Internet steigend, aber sehr durchzogen ist. Ausschlaggebend könnte dabei auch der Beruf sein, den jemand hat, ob die Person am Arbeitsplatz schon in Kontakt gekommen ist mit dem Internet. Ein weiterer Punkte könnten auch sein, die Interessen, die jemand hat, im Sinne ob sich jemand für Computer und Technik etc. interessiert oder doch lieber in seiner Freizeit die Natur geniesst und nicht vor einem Bildschrim sitze möchte. Beeinflussend könnte auch sein, was für einen Bekanntenkreis jemand hat, ob sich dort welche fürs Internet interssiert und dadurch der Zugang zum Internet erleichtert wird.

Laut der ARD/ZDF Online Studie nutzen im Jahre 2008 65,8 Prozent (42,7 Millionen) Erwachsene das Internet. Die höchsten Zuwachsraten weisen die sogenannten Silver Surfer auf: Von den 60- bis 79-Jährigen sind inzwischen 29,2 Prozent im Internet aktiv.

Die Studie von IBM meldet, dass aber erst 51 Prozent aller Deutschen einen Internetzugang, in Norwegen sind es beispielsweise schon 88 Prozent. Einen schnellen Internetzugang wie etwa DSL besitzen in Deutschland gar erst 22,7 Prozent aller Menschen, im Nachbarland Schweiz liegt die Quote bei immerhin 32 Prozent.

 

Und was für Kommunikationsformen werden genutzt?

Die Funktion E-Mail wird laut Studien am meisten verwendet, wobei Jugendliche immer mehr auch per sozialer Netzwerke kommunizieren.

Zero Comments – Elemente einer kritischen Netzkultur

Das ist der Titel von Geert Lovink 3. Buch einer Serie mit Studien zur kritischen Internetkultur, das 2008 (in English 2007) erschienen ist.

„Zero Comments „ ist ein unterhaltsames Buch mit zynischen Zitaten oder Aussagen des Autors. Themen sind das Web 2.0, das Bloggen, Neue Medien etc. (siehe auch am Schluss des Eintrages – Inhaltsverzeichnis), diese Themen werden nicht wie häufig hochgelobt, sondern kritisch hinterfragt.

Wieso heisst das Buch Zero Comments? Wahrscheinlich weil bei Blog häufig kein Kommentar abgegeben wird und dann am Schluss eines Blogeintrages steht: (0) comments oder no comments.

 

 Der Autor Geert Lovink

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Geert Lovink (NL/AUS) ist Medientheoretiker und -aktivist, Internetkritiker und Autor, seine letzten Publikationen waren Dark
Fiber
(2002), Uncanny Networks (2002),  My First Recession (2003) und Zero Comments (2007).
Er war beteiligt an verschiedenen Medienprojekten in Osteuropa und Indien, ist Mitglied der Agentur Bilwet, dem niederländischen Autorenkollektiv von u.a. Bewegungslehre und Medienarchiv, Mitbegründer einer Reihe von Internetprojekten wie Digitale Stadt, Nettime, Fibreculture und Incommunicado sowie Ko-Organisator des Festivals für taktische Medien »Next Five Minutes«. Jüngere von ihm mitinitiierte Konferenzen befassten sich mit der Geschichte des Web-Designs, der Kritik von »ICT for Development«, öffentlichen Bildschirmen, Netz-Porno und Creative Industries. Seit 2004 ist er Direktor des Institute for Network Culture am Amsterdamer Polytechnikum (HvA) und Associate Professor im Fachgebiet Medien & Kultur der Universität Amsterdam. 2005-2006 war er Fellow am Berliner Wissenschaftskolleg, wo er auch Zero Comments fertigstellte. Sein
blog: http://www.networkcultures.org/geert. (Biografie von hier)

 

Das Buch „Zero Comments“

Eine Pressestimmen und eine Beschreibung des Buches findet ihr hier von amazon.

zero comments

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier ein paar Ausschnitte aus dem Buch, die nicht immer ganz ernst genommen werden sollten:

Bloggen ist eine Art Eitelkeitsjournalismus: Man kann es als „Paradigmenwechsel“ oder als „disruptive Technologie“ schönreden, in Wahrheit aber bestehen Blogs aus sinnlosem Teenager-Geschwafel. Sich für den Blogger-Lebensstil zu entscheiden, bedeutet soviel wie Billigschmuck an seinen Fahrradlenker anzubringen. In der Welt des Bloggens ist „0 comments“ eine unzweideutige Statistik, die besagt, dass keiner Interesse hat. Die schmerzliche Wahrheit über das Bloggen ist, dass viel mehr Leute Blogs schreiben als lesen.“ [Stodge.org, The Personal Memoirs of Randi Mooney, gepostet am 5. Mai 2005, (14) Kommentare] (Seite 9)

Trebor Scholz: „Against Web 2.0“: „Der Begriff Web 2.0 ist im Grunde eine weiter betrügerische Blase, die entworfen wurde, um Investoren Neuerungen vorzugaukeln. Das funktioniert wie bei McDonald’s: ewige Neuverpackungen von schmierigen Rindfleischschichten, um alle sechs Monate ein neues Produkt zu verkaufen.“ Nichtsdestotrotz sind die Anwendungen, die unter dem Begriff Web 2.0 zusammengefasst werden, realtiv neu, wie auch die Millionen User, die soziale Netzwerke wie Digg und Facebook und Websites wie Wikipedia nutzen. Nicht zu vergessen sind natürlich auch die ökonomischen Prozesse, die über eBay oder craiglsit ablaufen. (Seite 21)

„Blogs operieren nicht in irgendeinem wilden, freien Internet „da draussen“, sondern schaffen ihre eigene, abgeschlossenen sozialen Netzwerke, die ihre Beziehungen mithilfe von Linkliste, Blogchalking, RSS-Feeds und ähnlichem weiter ausbauen. Blogs sind immer privat als auch öffentlich und zeichnen sich durch eine Kultur der ersehnten Zugehörigkeit aus. Der Zugang zum Verständnis von Blogs liegt irgendwo zwischen einer Analyse der Software-Funktionalitäten und der Kultur der Early Adopter, die die Blogosphäre erfunden und gestaltet haben“ (Seite 35)

„Nachdem er Hunderte von Tagebücher gelesen hat, kommt Mallon zu dem Schluss, dass niemand je ein Tagebuch nur für sich selber geführt hat. „Eigentlich glaube ich nicht, dass man sich selbst viel mehr Worte richten kann, als auf eine an den Kühlschrank geklebte Nachricht „Brot einkaufen“ passt“.“  (Seite 40)

Weiter Ausschnitte aus Zero Comments sind im Blogeintrag „Das Internet als Plattform für Kultur?!“ zu finden „Das Internet in unserer Kultur/Gesellschaft“ zu finden. 

 

Dark Fiber, das Vorgängerbuch

Vor Ostern habe ich nun auch endlich das Vorgängerbuch „Dark Fiber“ erhalten. Im Gegensatz zu Zero Commenst war ich von diesem Buch enttäuscht. Es ist von 2001, was man relativ schnell merkt. Aus meiner Sicht ist es sehr veraltet, was eigentlich auch kein Wunder ist, schliesslich ist das Buch 8-jährig und das Internet und die technische Entwicklung ist schon viel weiter fortgeschritten. Abgesehen davon, habe ich auch mehr erwartet von Dark Fiber. Es ist sehr subjektiv, ich hätte ein bisschen mehr Theorie erwartet, aber das war wohl eine falsche Erwartung was das Thema „Netzkritik“ anbelangt. Es ist etwa gleich kritisch wie „Zero Comments“, aber was interessiert mich das, dass Geert Lovink Hausbesetzer, Ökoaktivist etc. war? Das Buch ist wahrscheinlich interessanter für Leute, die im Alter von Geert Lovink sind, als für mich – ich war ihm Jahr 2001 15-jährig und habe mich damals weniger für die Internetentwicklung interessiert.

 

Das Buch Zero Comments ist bei Amazon (inkl. Beschreibung) erhältlich und enthält folgende Kapitel:

  1. Einleitung: Stolz und Ehre des Web 2.0
  2. Blogging – der nihilistische Impuls
  3. Das coole Obskure: Die Krise der Neue-Medien-Kunst
  4. Der Verbleib der deutschen Medientheorie
  5. Bloggen und Bauen: Die Niederlande nach der Digitalisierung
  6. Die Indifferenz der vernetzten Gegenwart: Über Internet-Zeit
  7. Wiederbegegnung mit der Sarai: Fünf Jahre Neue-Medien-Kultur Indien
  8. ICT after Development: Das Incommunicado-Programm
  9. Update der taktischen Medien: Strategie für den Medienaktivismus
  10. Axiome der freien Kooperation: Online-Zusammenarbeit auf dem Prüfstand
  11. Thesen zur verteilten Ästhetik
  12. Die Einführung organisierte Netzwerke: Auf der Suche nach nachhaltigen Konzepte

Das Internet als Plattform für Kultur?!

Kultur wird häufig auch mit Kunst in Kontakt gebracht.
Kunst im Netz ↔ Netzkunst

Es existieren diverse Websiten

  1. von Künstlern selber
  2. von Kulturinteressierte für Kulturinteressierte
  3. von Theater, Museen oder Galerien

 

1. Künstlern selber im Web

Zum einen bestehen Websiten von Künstler, die eine eigene Website neben Atelier, Galerie etc. als Plattform für ihre Kunst benutzen, zum anderen gibt es auch Künstler, die das Web als Basis für ihre Kunst verwenden.

Zitat dazu aus dem Buch „Zero Comments – Elemente einer kritischen Internetkultur“ von Geert Lovink:

„Neue-Medien-Kunst ist nach Definition des Australia Council ein Prozess, in dem Technologien von Künstlern genutzt werden, um Werke zu schaffen, die neue Formen künstlerischen Ausdrucks erforschen, Zu diesen neuen Technologien gehören Computer, Informations- und Kommunikationstechnologien, virtuelle oder immersive Umgebungen oder Technologie zur Klangbearbeitung. Sie sind die Pinsel und Stifte einer neuen Generation von Künstlern.“

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D.h. Kunst im Netz ist noch keine Internetkunst, dazu habe ich eine Radiosendung vom Schweizer Radio DRS gefunden mit dem Titel: Unbekannnte Internetkunst. Darin wird über das belgisch-holländische Duos Jodi berichtet und mit Annette Schindler, Leiterin und Kuratorin von Plugin in Basel, der einzigen Medienkunst-Institution der Schweiz, gesprochen.

Auch Verena Kuni, Kunst- und Medienwissenschaftlerin (Dr. phil., M. A.) und Professorin für Visuelle Kultur am Institut für Kunstpädogik der Goethe-Universität Frankfurt am Main, hat sich mit Netzkünstlern auseinander gesetzt. Sie hat eine Arbeit geschrieben mit dem Titel:

„Was ist ein Netzkünstler?“.

Beispielsweise thematisiert sie dort unter anderem die Definition „Ein Netzkünstler ist derjenige, der im Netz künstlerisch tätig wird und Werke für dieses Medium schafft.“ respektive sie zerlegt diese Aussage und hinterfragt diese kritisch.

Der Künstler Markus Huemer aus Deutschland verwendet beispielsweise das Web für seine Kunst:

Huemer gehört zur weltweit verstreuten Szene von Kreativen, die das Netz der Netze zum Thema ihrer Arbeit machen oder ihr uvre in und mit dem Internet erschaffen. Netzkünstler programmieren schrille Bilder, entwickeln sozialkritische Suchmaschinen, füllen Seiten um Seiten mit Buchstaben oder Zahlen und entführen Computernutzer in virtuelle Kunstwelten. Sie stellen Gedichte, Kompositionen, Filme, Fotos und Skulpturen in eigenen Cybergalerien aus. Sie verbinden das Internet mit anderen Medien, machen den Betrachter zum Mitkünstler oder zum Teil des Kunstwerks. Sie inszenieren globale Langzeitexperimente und virtuelle Musikhappenings. (aus dem Artikel INTERNETKUNST Schrille Werke
Multimedia der Wirtschaftswoche)

Künstler, die das Web nutzen, um ihre Kunst zu präsentieren:

 

2. von Kulturinteressierte für Kulturinteressierte

Hier eine kleine Auswahl von Kunstportalen resp. Kulturportalen:

Kultur Portal Deutschland ist eine Internetplattform für Kultur und Medien von Kulturinteressierten für Kulturinteressierte. Die Website bietet kulturelle Informationen und man kann sich Austauschen in kulturellen Belangen.

Der Kulturserver ist eine Kulturdatenbank, wo man bundesweit Veranstaltungen, Institutionen und Personen aus allen Bereichen von Kunst und Kultur finden kann. Wenn man im Bereich Kultur tätig ist, kann man auch selber Termine oder seine Einrichtung selber präsentieren.

Graubünden Kultur wirbt mit „Graubünden – Die schönste Bühne für Kultur.
Graubünden präsentiert: Kultur auf höchster Ebene.“. Auf jeden Fall ist diese Website eine Plattform für verschiedenste Veranstaltungen wie Festivals, Konzerte, Ausstellungen. Aber auch Bündner Museen, Bündner Kulturschaffende, Organisationen in unterschiedlichsten Bereichen wie Tanz, bildende Kunst, Architektur, Literatur etc. haben hier die Möglichkeit sich zu präsentieren.

konsortium.Netz.kultur ist der Zusammenschluss der österreichischen Initiativen an der Schnittstelle von Kunst, Kultur und neuen Informations- und Kommunikationstechnologien.

 

3. Theater, Museen oder Galerien

Diese Institutionen sind an sich schon eine Plattform für Kunst/Kultur.

Sind Internetbenutzer kultiviert?

Denn Kultur hat laut den Definitionen im 1. Blogeintrag auch mit Kultiviertheit zu tun:

2. ‹o. Pl.› a) Verfeinerung, Kultiviertheit einer menschlichen Betätigung, Äußerung, Hervorbringung: seine Stimme hat K. (klingt [aufgrund sorgfältiger Ausbildung] ausgewogen); sie machen in K. (ugs.; legen feine Manieren an den Tag); b) Kultiviertheit einer Person: sie besitzen [keine] K.; er ist ein Mensch ohne jede K.

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Nun haben Internetbenutzer Manieren, wenn sie surfen, Texte von anderen kopieren, ihre Meinung äussern in Foren, E-Mails schreiben, chatten, youtube-Filme veröffentlichen und und und … ?

Auf jeden Fall gibt es Unmengen von Checklisten, Regeln für ein einwandfreies Verhalten im Internet. Solche Verhaltensrichtlinien werden Netiquettes genannt.

Diese Etikette im Internet ist nur eine Empfehlung, an die sich der Internetbenutzer halten kann, sollte, aber nicht in jedem Fall muss.

Hier meine kleine Recherche nach Netiquettes im Internet:

Bei Foren scheint es mir, dass meistens strengere Netiquettes bestehen als z.B. bei E-Mails da sie häufig durch eine Redaktion kontrolliert werden, bspw. beim Beobachter.

Hier einen kurzen Ausschnitt aus der Foren-Netiquette des Beobachters, einer aktuelle Schweizer Konsumenten- und Beratungszeitschrift, ähnliches findet man aber auch bei vielen anderen Foren:

„Die Online-Redaktion behält sich vor, Beiträge, die strafbaren, beleidigenden, rassistischen, sexistischen oder anderweitig inakzeptablen Inhalts sind, ohne Rückfrage zu löschen.“

Weitere Punkte die häufig thematisiert werden: Werbung, Urheberrecht, Zitat, Anstand, Rechtschreibung …

Im Prinzip geht es immer um die gleichen Verhaltensregeln, die es auch im realen Leben gibt, ob es nun beim chatten oder mailen ist. Man sollte so mit Menschen umgehen, wie man selber gerne behandelt werden will.

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Für mich ist ein absolutes No-Go unbeantwortete E-Mails. Ich nerve mich jedes! Mal, vor allem wenn es sich um „geschäftliches“ oder „schulischem“ handelt, damit meine ich Anfragen für Praktikumsstelle oder auch bei der Suche nach einem Zimmer. Denn wenn man schon einen „Kontakt“ auf einer Website angibt, sollte man auch regelmässig die E-Mails checken, bei Abwesenheit ein Abwesenheitsmeldung einschalten oder wenn man im Stress ist, zurückschreiben, dass man sich so bald wie möglich meldet. Aber das ist eben nicht immer der Fall, wie ich schon häufig feststellen musste.
Bei privaten Mails finde ich es weniger schlimm, wenn sie mal jemand nicht gleich meldet, denn dort ist es häufig nicht so dringend oder wichtig.

Die Frage, ob nun Internetbenutzer kultiviert sind, lasse ich offen. Denn ich denke, dass kommt ganz darauf an, mit wem man in Kontakt ist, in welchem Forum man sich aufhält. Wie schon erwähnt, ist das virtuellen dem realen Leben doch sehr ähnlich und nicht alle Menschen wurden die gleichen Manieren vom Elternhaus mitgegeben.

Netzkultur?!

21. März 2009

NETZKULTUR ?!

Das Begriff Netzkultur besteht aus den beiden Wörtern Netz und Kultur. In meinem 1. Blogeintrag habe ich bereits den Begriff Kultur  geklärt. Dieser Blogbeitrag dreht sich vor allem um das Netz, mit Netz ist das Internet gemeint.

 

1. Internet

Folgende Definition habe ich aus dem Brockhaus entnommen:

In|ter|net, das; -s [engl. internet, zu: inter- = zwischen, unter(einander) u. network, Network (im Sinne von »Gruppe untereinander verbundener Netzwerke«)]: weltweiter Verbund von Computersystemen, in dem verschiedene Dienste angeboten werden: Anschluss ans I.; ab sofort können Sie uns im I. erreichen; etw. im I. suchen, finden, nachlesen; im I. surfen, werben, einkaufen; sich einen Konkurrenzkampf im I. liefern; Buchungsservice per I.; Informationen ins I. stellen.

Hier eine Übersicht von Diensten im Internet:

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2. Web 2.0

Die heutige Netzkultur resp. das Internet ist geprägt durch Web 2.0.

Auch hier eine Definition aus dem Brockhaus:

Web 2.0, von dem irischen Softwareentwickler und Verleger Tim O’Reilly geprägte Sammelbezeichnung für Anwendungen und Nutzungen des Internets, die durch eine starke Mitwirkung der Benutzer gekennzeichnet sind. Typische Web-2.0-Anwendungen sind Online-Tagebücher (sogenannte Weblogs, kurz Blogs) und Online-Netzwerke. Zur Nutzung von Web-2.0-Anwendungen sind außer dem Browser keine speziellen Programme nötig. Klassische Desktopanwendungen werden somit zunehmend ins Internet verlagert. Auch die Benutzerdaten werden nicht mehr auf dem eigenen Rechner abgelegt, sondern auf einem Internetserver gespeichert.

Aber was ist Web 2.0 konkret? Die Website go 2 web 2.0bietet eine gute Übersicht, was es für Web 2.0-Webseiten gibt.

Aus meiner Sicht das wichtigste Web 2.0-Merkmal ist, dass eine Person nicht nur durchs Internet surft, sondern sich beteiligt.
D.h. der Internetbenutzer:

  • stellt Inhalte bereit
  • schreibt Blogeinträge
  • tauscht Fotos aus
  • schreibt Rezensionen bei Amazon
  • ist bei sozialen Netzwerken (Online-Community) dabei wie zum Beispiel bei Facebook und trifft dort Freunde und gibt persönliche Informationen Preis.
  • usw.

 

3. Zusammenhang zwischen Kultur und Internet

Durch dieses Verhalten der Internetbenutzer sehe ich einen Zusammenhang mit der Kultur. Hier ein Ausschnitt der Kultur-Definition aus dem 1. Blogeintrag :

Kultur = „ … Gesamtheit der von einer bestimmten Gemeinschaft auf einem bestimmten Gebiet während einer bestimmten Epoche geschaffenen, charakteristischen geistigen, künstlerischen, gestaltenden Leistungen … „

Die vorkommenden Merkmale werden alle bestätigt:

  • Bestimmte Gemeinschaft ► Internetbenutzer
  • Bestimmtes Gebiet ►Internet
  • Bestimmte Epoche ► Zeitalter vom Computer
  • Leistung ► geistig: bspw. die ganze Technik an sich, wissenschaftliches Beiträge …, künstlerisch: bspw.: youtube …, gestaltend: die individuell gestalteten Websites … usw.

Somit kann man eigentlich annehmen, dass es sich beim Internet resp. beim Web 2.0 um eine Kultur handelt – der Netzkultur.

Sinn und Zweck

Wieso habe ich den Begriff Kultur in meinem ersten Blogeintrag ausführlich definiert?
Ich studiere Informationswissenschaft an der HTW Chur und besuche im 4. Semester das Modul Informationsgesellschaft, -ethik, und -politik.

Weiter Informationen zum Modul IGEP, dass von Herrn Prof. Dr. Hans-Dieter Zimmermann unterrichtet wird, finden sie hier.

Der Leistungsnachweis für dieses Modul ist ein Blog sowie ein daraus entwickelndes Referat.

Jeder meiner Mitstudenten hat ein eigenes Thema und einen dazugehörigen Blog.

Hier die Themen der Informationswissenschaftsstudenten, die sie auch interessieren könnten:

Während 10 Wochen werde ich mich nun intensiv mit dem Thema „Kulturverlust durchs Netz versus Netzkultur“ beschäftigen.

Zu Beginn habe ich mich in meinem ersten Blog mit dem Begriff Kultur auseinandergesetzt. Denn Kultur hat nicht nur eine einzige Bedeutung und wird auch von jeder Person anders verstanden. Um die vielen Facetten von Kultur aufzuzeigen, habe ich vor allem nach Definitionen von Kultur gesucht.

In meinen nächsten Blogeinträgen werde ich weiter den Titel „Kulturverlust durchs Netz versus Netzkultur“ meines Blog auseinander nehmen und dann versuchen vertieft auf das Thema Netzkultur eingehen.

Momentan werde ich noch keine Themenabgrenzung vornehmen, sondern schauen, wo mich die Recherche-Reise „Netzkultur“ hinführen wird.

Was ist überhaupt Kultur?

20. Februar 2009

Was ist überhaupt Kultur?

Für dich? Für mich?

Für Menschen aus anderen Kulturkreisen?

Kultur ist sehr individuell, wie die Unterbegriffe von Kultur zeigen, die ich im Wortschatz der Universität Leipzig gefunden habe:

Leitkultur. Popkultur. Unternehmenskultur. Hochkultur. Subkultur. Jugendkultur. Alltagskultur. Erinnerungskultur. Baukultur. Industriekultur. Spielkultur. Streitkultur. Musikkultur. Monokultur. Esskultur. Reinkultur. Firmenkultur. Gegenkultur. Unkultur. Aktienkultur. Weltkultur. Populärkultur. Diskussionskultur. Wohnkultur. Massenkultur. Fankultur. Eventkultur. Gartenkultur. Lebenskultur. Lesekultur. Trinkkultur. Körperkultur. Freikörperkultur. Kommunikationskultur. Rechtskultur. Bestattungskultur. Medienkultur. Filmkultur. Fußballkultur. Netzkultur. Hauptstadtkultur. Maya-Kultur. Clubkultur. Laufkultur. HipHop-Kultur. Stadtkultur. Sprachkultur. Zeitungskultur. Gesprächskultur. Gedenkkultur. Tischkultur usw.

 

Nicht nur die Unterbegriffe sind sehr verschiede, sondern Kultur hat auch zum Teil unterschiedliche Synonyme wie

Anbau. Aufzucht. Bebauung. Bestellung. Bildung. Lebensart. Lebensstil. Lebensweise. Zivilisation. Zucht. Züchtung.

 

Zur Klärung des Begriffes Kultur, hier eine Definition aus dem Brockhaus:

Kul|tur, die; -, -en [lat. cultura = Landbau; Pflege (des Körpers u. Geistes), zu: cultum, Kult]:

1. a) ‹o. Pl.› Gesamtheit der geistigen, künstlerischen, gestaltenden Leistungen einer Gemeinschaft als Ausdruck menschlicher Höherentwicklung: die menschliche K.; die Abteilung für K. (Kunst u. Wissenschaft); ein durch Sprache und K. verbundenes Volk; führende Kräfte im Bereich von Politik und K.; von der K. [un]beleckt sein (ugs.; [un]zivilisiert, kulturell [nicht] entwickelt sein);
b) Gesamtheit der von einer bestimmten Gemeinschaft auf einem bestimmten Gebiet während einer bestimmten Epoche geschaffenen, charakteristischen geistigen, künstlerischen, gestaltenden Leistungen: die abendländische K.; primitive, frühe, verschollene, versunkene -en; die K. der Griechen, der Renaissance in Italien; ein Land mit alter K.

2. ‹o. Pl.› a) Verfeinerung, Kultiviertheit einer menschlichen Betätigung, Äußerung, Hervorbringung: seine Stimme hat K. (klingt [aufgrund sorgfältiger Ausbildung] ausgewogen); sie machen in K. (ugs.; legen feine Manieren an den Tag); b) Kultiviertheit einer Person: sie besitzen [keine] K.; er ist ein Mensch ohne jede K.