Sind Internetbenutzer kultiviert?

Denn Kultur hat laut den Definitionen im 1. Blogeintrag auch mit Kultiviertheit zu tun:

2. ‹o. Pl.› a) Verfeinerung, Kultiviertheit einer menschlichen Betätigung, Äußerung, Hervorbringung: seine Stimme hat K. (klingt [aufgrund sorgfältiger Ausbildung] ausgewogen); sie machen in K. (ugs.; legen feine Manieren an den Tag); b) Kultiviertheit einer Person: sie besitzen [keine] K.; er ist ein Mensch ohne jede K.

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Nun haben Internetbenutzer Manieren, wenn sie surfen, Texte von anderen kopieren, ihre Meinung äussern in Foren, E-Mails schreiben, chatten, youtube-Filme veröffentlichen und und und … ?

Auf jeden Fall gibt es Unmengen von Checklisten, Regeln für ein einwandfreies Verhalten im Internet. Solche Verhaltensrichtlinien werden Netiquettes genannt.

Diese Etikette im Internet ist nur eine Empfehlung, an die sich der Internetbenutzer halten kann, sollte, aber nicht in jedem Fall muss.

Hier meine kleine Recherche nach Netiquettes im Internet:

Bei Foren scheint es mir, dass meistens strengere Netiquettes bestehen als z.B. bei E-Mails da sie häufig durch eine Redaktion kontrolliert werden, bspw. beim Beobachter.

Hier einen kurzen Ausschnitt aus der Foren-Netiquette des Beobachters, einer aktuelle Schweizer Konsumenten- und Beratungszeitschrift, ähnliches findet man aber auch bei vielen anderen Foren:

„Die Online-Redaktion behält sich vor, Beiträge, die strafbaren, beleidigenden, rassistischen, sexistischen oder anderweitig inakzeptablen Inhalts sind, ohne Rückfrage zu löschen.“

Weitere Punkte die häufig thematisiert werden: Werbung, Urheberrecht, Zitat, Anstand, Rechtschreibung …

Im Prinzip geht es immer um die gleichen Verhaltensregeln, die es auch im realen Leben gibt, ob es nun beim chatten oder mailen ist. Man sollte so mit Menschen umgehen, wie man selber gerne behandelt werden will.

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Für mich ist ein absolutes No-Go unbeantwortete E-Mails. Ich nerve mich jedes! Mal, vor allem wenn es sich um „geschäftliches“ oder „schulischem“ handelt, damit meine ich Anfragen für Praktikumsstelle oder auch bei der Suche nach einem Zimmer. Denn wenn man schon einen „Kontakt“ auf einer Website angibt, sollte man auch regelmässig die E-Mails checken, bei Abwesenheit ein Abwesenheitsmeldung einschalten oder wenn man im Stress ist, zurückschreiben, dass man sich so bald wie möglich meldet. Aber das ist eben nicht immer der Fall, wie ich schon häufig feststellen musste.
Bei privaten Mails finde ich es weniger schlimm, wenn sie mal jemand nicht gleich meldet, denn dort ist es häufig nicht so dringend oder wichtig.

Die Frage, ob nun Internetbenutzer kultiviert sind, lasse ich offen. Denn ich denke, dass kommt ganz darauf an, mit wem man in Kontakt ist, in welchem Forum man sich aufhält. Wie schon erwähnt, ist das virtuellen dem realen Leben doch sehr ähnlich und nicht alle Menschen wurden die gleichen Manieren vom Elternhaus mitgegeben.

Was ist überhaupt Kultur?

20. Februar 2009

Was ist überhaupt Kultur?

Für dich? Für mich?

Für Menschen aus anderen Kulturkreisen?

Kultur ist sehr individuell, wie die Unterbegriffe von Kultur zeigen, die ich im Wortschatz der Universität Leipzig gefunden habe:

Leitkultur. Popkultur. Unternehmenskultur. Hochkultur. Subkultur. Jugendkultur. Alltagskultur. Erinnerungskultur. Baukultur. Industriekultur. Spielkultur. Streitkultur. Musikkultur. Monokultur. Esskultur. Reinkultur. Firmenkultur. Gegenkultur. Unkultur. Aktienkultur. Weltkultur. Populärkultur. Diskussionskultur. Wohnkultur. Massenkultur. Fankultur. Eventkultur. Gartenkultur. Lebenskultur. Lesekultur. Trinkkultur. Körperkultur. Freikörperkultur. Kommunikationskultur. Rechtskultur. Bestattungskultur. Medienkultur. Filmkultur. Fußballkultur. Netzkultur. Hauptstadtkultur. Maya-Kultur. Clubkultur. Laufkultur. HipHop-Kultur. Stadtkultur. Sprachkultur. Zeitungskultur. Gesprächskultur. Gedenkkultur. Tischkultur usw.

 

Nicht nur die Unterbegriffe sind sehr verschiede, sondern Kultur hat auch zum Teil unterschiedliche Synonyme wie

Anbau. Aufzucht. Bebauung. Bestellung. Bildung. Lebensart. Lebensstil. Lebensweise. Zivilisation. Zucht. Züchtung.

 

Zur Klärung des Begriffes Kultur, hier eine Definition aus dem Brockhaus:

Kul|tur, die; -, -en [lat. cultura = Landbau; Pflege (des Körpers u. Geistes), zu: cultum, Kult]:

1. a) ‹o. Pl.› Gesamtheit der geistigen, künstlerischen, gestaltenden Leistungen einer Gemeinschaft als Ausdruck menschlicher Höherentwicklung: die menschliche K.; die Abteilung für K. (Kunst u. Wissenschaft); ein durch Sprache und K. verbundenes Volk; führende Kräfte im Bereich von Politik und K.; von der K. [un]beleckt sein (ugs.; [un]zivilisiert, kulturell [nicht] entwickelt sein);
b) Gesamtheit der von einer bestimmten Gemeinschaft auf einem bestimmten Gebiet während einer bestimmten Epoche geschaffenen, charakteristischen geistigen, künstlerischen, gestaltenden Leistungen: die abendländische K.; primitive, frühe, verschollene, versunkene -en; die K. der Griechen, der Renaissance in Italien; ein Land mit alter K.

2. ‹o. Pl.› a) Verfeinerung, Kultiviertheit einer menschlichen Betätigung, Äußerung, Hervorbringung: seine Stimme hat K. (klingt [aufgrund sorgfältiger Ausbildung] ausgewogen); sie machen in K. (ugs.; legen feine Manieren an den Tag); b) Kultiviertheit einer Person: sie besitzen [keine] K.; er ist ein Mensch ohne jede K.