Netzkultur

23. April 2009

 Netzkultur

= Internetkultur

= Kultur des Internets

Dieser Blogeintrag widmet sich ganz der Netzkultur.

Dazu ein kurzer Ausschnitt aus dem Wikipedia-Artikel „Netzkultur„:

Netzkultur oder aucnetzh Internetkultur ist die Kultur des Internets.

 

 

 

 

 

Bei der Internetkultur handelt es sich um eine weltweite Subkultur im soziologischen Sinne; sie konnte erst im Zusammenhang mit dem Internet entstehen … Techniken und Möglichkeiten von Web 2.0-Anwendungen haben zur Weiterentwicklung der Netzkultur beigetragen …  stärkere Vermischung des Real Life mit der Netzkultur wird in der Zukunft erwartet

Ist den die Netzkultur wirklich eine Kultur?! – Ja!

Zur Erklärung zuerst eine Kurzzusammenfassung der Definiton Kultur aus dem Blogartikel „Was ist überhaupt Kultur“:

Kultur ist:

  • die Gesamtheit von geistige, künstlerische, gestaltende Leistungen
  • von einer bestimmten Gemeinschaft geschaffen
  • auf einem bestimmten Gebiet
  • während einer bestimmten Epoche

Nun Netzkultur ist die Gesamtheit von geistige, künstlerische, gestaltende Leistungen – denn das Internet ist eine geistige Leistung, zudem braucht es neben geistigen auch gestalterisch und künstlerische Fähigkeiten zum eine Website zu programmieren und kreieren.

Weiter wurde das Internet wie es heute ist, von einer Gemeinschaft/Gesellschaft geschaffen. Damit meine ich nicht erfunden, sondern eher das mitmachen zum Beispiel in Communities oder Emailen.

Das Internet ist ein bestimmtes Gebiet … technisch und virtuell.

Während einer bestimmten Epoche: heute, also im Informationszeitalter, Computerzeitalter, wie man es immer nennen möchte.

Zudem hat die Netzkultur auch ihre eigene Kommunikationskultur, mit do’s and dont’s – in diesem Bereich spielen dann die Netiquettes ein Rolle. Weiter besteht auch ein Netzjargon. Weiter Informationen dazu unter Denkfabriq: Internet – Netzkultur – Cybergesellschaft.

Dieser spannender Artikel der Denqfabrik, den ich auch als Zusammenfassung bei meinem Referat verteilt habe, bezieht sich vor allem auf den Wikipedia-Artikel Netzkultur und setzt sich mit diesem kritisch ausseinander – lesenswert!

Netzkultur und andere IGEP-Blogs 

Neben dem Blog führen, gehört auch eine Lektion halten zum Leistungsnachweis im Modul IGEP. Während den Referaten meine Mitstudenten bekam ich immer wieder Inputs zum Thema Netzkultur. D.h. viele der Themen haben eine Verbindung zu meinem. Aus zeitlichen Gründen, hier nur 2 Beispiele:

Damit eine Kultur entsteht oder entwickelt wird, braucht es eine Leistung einer Gemeinschaft auf einem bestimmten Gebiet während einer Epoche. Yvonne hat in Ihrem Blog das Thema: „Net Generation, Digital Natives, Xers und Millenials“ bearbeitet. Diese „Internetmenschen“, die Sie beschreibt, sind die Gemeinschaft, die eine Leistung erbringen, d.h. die das Netz zu dem gemacht haben ,was es heute ist … oder zumindest mitgeholfen oder beigetragen haben. Dieses Thema passt zu meinem letzten Blogeintrag „Internet und Gesellschaft“ und zeigt weiter auf, wie stark unsere Gesellschaft mit dem Internet schon verbunden ist. Die Netgeneration (die Generation ab 1977-1997) kennt die Welt beispielsweise nur noch mit Internet. 

Felix hat sich mit Web-Plagiarismus auseinandergesetzt, im Internet ist es sehr einfach zum Beispiel zu kopieren, wo anders einzufügen ohne eine Quellenangabe zu machen und den Text als sein eigenes Werk weiter zu geben. Das Urheberrecht ist auch ein Thema bei Netiquettes für Blogs, EMails, Foren (Blogeintrag: Sind Internetbenutzer kultiviert).

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Gesellschaft und Internet

15. April 2009

Das Internet in unserer Kultur/Gesellschaft

Nun ist das Internet schuld am Kulturverlust? Haben wir überhaupt einen Kulturverlust?
Diese 2 Fragen habe ich bereits im Blockeintrag Kulturverlust gestellt.
Vor diesen Fragen müsste man sich eigentlich fragen, in wie weit ist das Internet in unserer Kultur resp. Gesellschaft überhaupt verankert?  Und was für Kommunikationsformen werden genutzt?

Zu diesen beiden Fragen habe ich Studien zum Thema Mediennutzung gesucht:

2004: Prognose der Mediennutzungszeiten prognose-mediennutzungszeiten3

Aus der Grafik kann man herauslesen, dass die Mediennutzung allgemein zunimmt. Das Internet nimmt im Prinzip keine Zeit weg von Tonträger, Radio, TV oder Printmedien weg. Pro Tag nutzen wir 9:58 Stunden Medien, davon etwa 113 Minuten das Internet am Tag. Hinweis: bei der Grafik handelt es sich um eine Hochrechnung!

[Datenquelle: Berg/Ridder (2002); Klingler/Müller (2004), S. 412; SevenOne Media GmbH (2004), S. 11; Eigene Berechnungen von Rüdiger Buchkremer, Dozent an der HTW Chur]

 

 

2006: 70 Prozent der Schweizer surfen im World Wide Web

(Tagesschau, 31. März 2006)  Laut „Report“ heisst dass 4,059 Millionen Menschen angegeben haben, vom April 2005 bis September 2005 mindestens einmal im World Wide Web gesurft zu sein.

  • Zu Hause wird mehr gesurft als am Arbeitsplatz
    Erstmals wurde auch ein leichter Rückgang der Internet-Nutzung am Arbeits- oder Ausbildungsplatz festgestellt, während die Nutzung zuhause weiter zugenommen hat. Demnach wird das Internet von 64 Prozent von zu Hause aus genutzt und von 46 Prozent am Arbeits- oder Ausbildungsort.
  • Die beliebtesten Funktionen des Internets
    Am meisten genutzt wird das Internet für E-Mails sowie zum Benutzen von Suchmaschinen.
    Am stärksten zugenommen haben in den vergangenen drei Jahren das Abrufen von Stellenangeboten im Netz sowie Online-Games mit Zuwachsraten von je fast einem Drittel. Um einen Viertel zugenommen haben Fahrplanauskünfte sowie die Nutzung von Suchmaschinen.

 

2008: Web 2.0 kannibalisiert die E-Mail

(FAZ, 02. August 2008)

 Nun bestätigt die ARD-ZDF-Online-Studie, dass Jugendliche immer weniger E-Mails senden, weil sie ihre Kommunikation in Online-Communitys verlagert haben.

 In dem Bericht gibt es auch wenig Schmeichelhaftes über die Blogs. Interessant, aber wenig glaubwürdig, statt dessen reichlich überschätzt und keine Konkurrenz zum Journalismus lautet das Umfrageergebnis kurz zusammengefasst. (Seite 360). Ansonsten steigt die Studie, dass die Deutschen eher passive Web 2.0 Nutzer sind, selten selber Beiträge verfassen oder gar ein eigenes Blog schreiben. 29 Prozent sind in einer Community aktiv, davon 15 Prozent in einem Netzwerk, 7 Prozent in zwei Netzwerken, 2 Prozent in 3 Netzwerken und 2 Prozent sogar in 6 oder mehr Netzwerken.
 

2009: 3 von 5 Internetnutzern sind in sozialen Netzwerken aktiv

Trotz der Milliarden Klicks, die in Studi VZ, Schüler VZ oder Wer-kennt-wen auf die Kommunikation entfallen, verbringen die Menschen mehr Zeit mit E-Mails als mit der Kommunikation in sozialen Netzwerken, hat die Studie ergeben.

Nutzung der Kommunikationsformen E-Mail, soziale Netzwerke und Instant Messagingmediennutzung3:

Während nahezu jeder Internet-Nutzer über eine E-Mail Adresse verfügt, habe die Befragung gezeigt, dass lediglich 58 Prozent in sozialen Netzwerken aktiv sind. „Soziale Netzwerke und Instant Messenging sind Teenager-Phänomene“, sagt Oetjen. Die Schallgrenze liege bei 25 Jahren; danach lasse die Nutzung von Studi VZ und Co. nach. „Mit dem Eintritt ins Berufs- und Familienleben wird die schnelle, flache Kommunikation mit Bekannten unwichtig und längere Nachrichten an den Lebenspartner, an feste Freunde, Behörden und Internet-Shops erhalten eine größere Bedeutung. Dafür eignen sich soziale Netzwerke und Spontannachrichten nicht“, sagt Oetjen.  

 

Weitere Zahlen zu allgemeiner Mediennutzung in Deutschland:

 

 

Aussagen von 2 Internet-Junkies:

 

Timi Stoop-Alcala (Internet-Junkie):

„Ich habe Spass daran, meine Zeit im Internet zu verbringen. Von E-Mailen und Recherchieren bis hin zum Spielen oder einfach nur Googeln. Ich hänge gerne in dieser virtuellen Welt ab. Oft vermisse ich sie und in den vergangenen Jahren konnte ich mich nur selten von ihr lösen. Das erst, was ich morgens mache, ist online zu gehen. Das letzte was ich vor’m Ins-Bett-Gehen mache, ist offline zu gehen. Ich habe meine Internet-Zeit allerdings niemals genauer analysiert.“ ( Aus Zero Comments: Seite 169)

Im Grunde bin ich immer online. Zuhause während der Fernseher läuft oder wenn ich am Koche bin […] Ob ich studieren oder im Urlaub bin, Zeit im Internet zu verbringen, ist für mich lebenswichtig […]geradezu „verloren“ und von der Welt abgeschnitten fühlen würde. Unruhe und Panik wäre die richtige Beschreibung. Aber auch Ungeduld und die Neugier, wer in der Zwischenzeit versucht hat, mich zu kontaktieren. ( Aus Zero Comments: Seite 169f)

Joi Ito (japanisch-amerikanischer Risikokapitalist und Internet-Guru):

Während er ständig zwischen Schrieben, Bloggen, Spielen (unter anderem World of Warcraft) und Sprechen hin- und herschaltet, ist Ito auf der Suche nach Möglichkeiten, seine „Maschinenzeit“ weiter zu optimieren: „Wenn ich in Betracht ziehe, wie viel ungenutzte Zeit ich an meinem Telefon verbringe, glaube ich, dass ich immer noch relativ regelmässig bloggen könnte. Ausserdem wünschte ich mir, dass es bessere Möglichkeiten zum Lesen und schreiben gäbe, wenn ich unterwegs bin und der Computer keine Verbindung hat. “ (Aus Zero Comments: Seite 176)

 

Mein Fazit

Ich hoffe, ich werde nicht so enden wie Timi Stoop-Alcala oder Joi Ito! Denn ich geniesse es, in den Ferien, nur einmal wöchentlich oder so meine Mails checken zu müssen. Zudem denke ich, dass man dann den einzelnen Dingen nicht genug Aufmerksamkeit schenkt – vielleicht bin ich aber auch zu wenig Multi-Tasking. Laut der Prognose von 2004 verwenden wir heute 2009/2010 9 Stunden und 48 Minuten pro Tag mit Mediennutzung, davon:

  • 55 min mit Printmedien
  • 208 min mit fernsehen
  • 198 min mit Radio
  • 24 min mit Tonträgern
  • 113 min mit Internet

Das ist eine allgemein Berechnung, bei mir wäre der Anteil bei Internet während der Schule einiges höher wie zum Beispiel jetzt, wenn ich am bloggen bin. Ich möchte eigentlich gar nicht wissen, wie lange ich täglich vor dem Computer sitze.

Ist das Internet nun in unserer Gesellschaft verankert?

Ich denke, nicht in jeder Alterschicht ist das Internet gleich verankert:

  •  Jugendliche verbringen sehr viel Zeit mit chatten, sozialen Netzwerken und surfen, sie wachsen im Prinzip mit dem Internet auf und kommen schon in der Schule mit dem Internet in Kontakt.
  • Bei nicht mehr ganz jungen Menschen, die nicht direkt mit dem Internet aufgewachsen sind, nehme ich an, dass der Bezug zum Internet steigend, aber sehr durchzogen ist. Ausschlaggebend könnte dabei auch der Beruf sein, den jemand hat, ob die Person am Arbeitsplatz schon in Kontakt gekommen ist mit dem Internet. Ein weiterer Punkte könnten auch sein, die Interessen, die jemand hat, im Sinne ob sich jemand für Computer und Technik etc. interessiert oder doch lieber in seiner Freizeit die Natur geniesst und nicht vor einem Bildschrim sitze möchte. Beeinflussend könnte auch sein, was für einen Bekanntenkreis jemand hat, ob sich dort welche fürs Internet interssiert und dadurch der Zugang zum Internet erleichtert wird.

Laut der ARD/ZDF Online Studie nutzen im Jahre 2008 65,8 Prozent (42,7 Millionen) Erwachsene das Internet. Die höchsten Zuwachsraten weisen die sogenannten Silver Surfer auf: Von den 60- bis 79-Jährigen sind inzwischen 29,2 Prozent im Internet aktiv.

Die Studie von IBM meldet, dass aber erst 51 Prozent aller Deutschen einen Internetzugang, in Norwegen sind es beispielsweise schon 88 Prozent. Einen schnellen Internetzugang wie etwa DSL besitzen in Deutschland gar erst 22,7 Prozent aller Menschen, im Nachbarland Schweiz liegt die Quote bei immerhin 32 Prozent.

 

Und was für Kommunikationsformen werden genutzt?

Die Funktion E-Mail wird laut Studien am meisten verwendet, wobei Jugendliche immer mehr auch per sozialer Netzwerke kommunizieren.